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Von 0 bis 2 Uhr

Was - zur Hölle - schreibt man
eigentlich über Pudding?

Ein weiteres Highlight der Lesesaison fand am 24. April um Mitternacht statt: Während der Bielefelder Nacht der Museen veranstaltete Texteratur im Historischen Museum eine Lesung. Das Thema war parallel zur laufenden Ausstellung gesteckt: Die gelesenen Texte mussten sich im weitesten Sinne um das Thema "Pudding" drehen.



Frisch geduscht und hingeradelt waren Steffi und ich etwas zu früh da und konnten uns so noch einen Eindruck von der Ausstellung machen. Uns war bald klar: Wir werden wiederkommen und uns das mal ganz in Ruhe anschauen. Sehr schön gemacht.

Die leuchtende Location


Das Gässchen
Als es dann auf 0 Uhr zuging machten wir uns auf die Suche nach der Bühne und fanden sie im "Gässchen", dem Verbindungsgang zwischen der ständigen Ausstellung und der zum Thema der Lesung. Ein langer Korridor, an deren Wänden entlang die Buchstaben P U D und D aufgebaut waren. Am Kopfende stand also die Bühne vor den drei letzten fehlenden Lettern I N und G. Die ganz bestimmt bislang schönste Location in der ich gelesen habe.



Texteratur

Britta Hoffarth

Das Historische Museum

Poetry Slam

Was ich gemeinsem mit den drei Jungs von Texteratur Johannes, Torsten und Henrik sowie Britta Hoffarth tun sollte. Weitere Pudding-Literaten hatten sich offensichtlich nicht zu dieser halboffenen Bühne gemeldet. So dann losten wir erst einmal eine Reihenfolge aus, weil natürlich niemand den undankbaren Opener machen wollte. Dieses Pech erwischte Britta.
Weiter ging es mit den drei Jungs. Und mit mir am Schluss. Alle Texte handelten zumindest von Süssem. Grossartig war der zweite Text von Torsten: Das Karamelpudding-Trauma. "Ein Leberkäse ist ja auch weder ein LEBER-Käse noch ein Leber-KÄSE". Henrik beschwerte sich über die Geschäftspraktiken von Dr. Oetker, die eine Tiefkühlpizza für den Gastronomie-Bereich produzieren. Britta reimte ihrem Süssen zu. Johannes beschrieb seine Sehnsucht nach einem richtigen Pudding in einer anstrengenden Nacht. Bekam aber in seiner Geschichte nur die Aufguss-Version für die Tasse. "Ein Pudding kann nur dann Liebe und Wärme versprühen, wenn er mit derselben zubereitet wird".

Ja, aber was denn nun ... ?


Torsten
Etwas gewöhnungsbedürftig - wenn auch dem Event angemessen und deshalb inspirierend - war die Publikumssituation. Da die Lesung nun einmal im laufenden Museums-Betrieb stattfand, kamen die Leute herein und gingen bald wieder heraus. Damit war es sehr unruhig und zum Ende, gegen 2 Uhr, ziemlich leer. Nur einige setzten sich vor die Bühne und hörten konzentriert zu. Schön auch, wen man wiedererkannt wird "Liest du deinen IKEA-Text?" Diesem Wunsch bin ich im zweiten Durchgang gerne nachgekommen. Für die Fans ... :-)

Und was war in der ersten Runde? In der beantwortete ich dem Publikum endlich die mir sooft gestellte Frage "Was schreibt man eigentlich über Pudding?" mit der Einleitung: "Natürlich etwas über Gott." Und über Oma. Aber was das heisst, das wird hier nicht verraten, sondern beim nächsten Slam am 19. Mai (mein Geburstag!) im Bunker Ulmenwall nochmal gelesen. Also: Kommen!

Danke an Texteratur für die Einladung, Britta für die Fotos und dem Team des Historischen Museums für den außergewöhnlichen Rahmen.
Script for a Jester's Tear
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