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Slam im Januar 2005

Der 25. Poetry Slam im Bunker Ulmenwall

nun war ich ja schon ein wenig nervös vor dem 25. Bunkerslam am 19. Januar 2005: Meine selbst verordnete Baby-Pause bis mindestens April zwang mich dazu, mich möglichst bei diesem Slam schon für den Highlander-Slam 2005 im Juli zu qualifizieren. Um mit Gewissheit und Ruhe in eben diese Pause gehen zu können. Am Highlander nicht teilzunehmen würde mich schon wurmen. Also habe ich "Vielleicht" eingepackt, den Text, mit dem ich Hannover im Dezember so bravourös den 2. Platz in einem hochklassigsten Feld erobern konnte. Außerdem hatte ich noch 80 SLAM AID CDs im Gepäck, die ich unters Volk bringen wollte - für die armen Kinder in Südasien. 10 Euro pro CD und die komplett gespendet - das sollte doch als Kaufreiz gelten.



Reden wir von den schönen Dingen zuerst: Der Bunker war endlich mal wieder randvoll und mit ca. 180 Leuten inoffiziell übervoll. Das garantierte beste Stimmung. Als Gast waren Dalibor aus Frankfurt und Egge aus Hannover geladen. Dalibor als HipHop-Poet trat außerhalb der Wertung vor den Runden auf und konnte wie immer überzeugen. Egge wagte sich ganz normal in die Wertung. Ich kam als 2. in der ersten Runde an die Reihe und gab mich souverän und stimmungsvoll - leider nicht ganz so ausgeprägt wie in Hannover und zudem verschluckte ich den ersten Satz, sagte Micha-El. Damit musste ich mich - und damit Schluss mit den schönen Dingen aus Runde 1 - Dieter L. geschlagen geben. Das war schade, tragisch aber wohl nicht zu verhindern. Vielleicht ist es doch besser, zumindest sexuelle Anspielungen in seine Texte einzubauen. Ach ne. Lieber doch nicht. Außer die Story trägt es mit. Also: Lieber so den 2. Platz in der Vorrunde, als mit Klamauk und damit die vorzeitige Qualifikation nicht erreicht .. denkste! Egge war im übrigen gewöhnt lässig - sein hervorragend recherchierter Text über die Geschichte, die geschah, während er vor sich hinlebte und die mit gewitzeter Pointe endet, nicht leicht genug für die Zuhörer. Obwohl ganz kurz Sex drin vorkam.

In der zweiten Runde hatte Mischa dann keine große Mühe sich durchzusetzen und damit standen dann zwei bisherige Titelträger der laufenden Saison im Finale. Und das war mein Glück: Da das Reglement besagt, dass in diesem Falle aus dem restlichen Feld der Teilnehmer für den Highlander per erneutem Applaus ermittelt wird, hatte ich wiederum keine große Mühe, mir diesen Startplatz zu sichern. Zumal Egge als Hannoveraner sowieso nicht für Bielefeld antreten darf. Puh. Und um unseren Kanzler zu zitieren: Qualifiziert ist qualifiziert ...

Von der SLAM AID CD haben sich an diesem Abend leider nur 6 verkauft. Weniger als über die Online-Bestellungen. Hoffen wir, dass der Verkauf in Hannover besser läuft. Los, Maya!

Gewonnen hat dann letztlich Dieter L. ... nun ja. Im April gehe ich dann frühestens wieder ans Mikro. Dann als junger Vater. Vielleicht lasse ich mich aber im Februar oder März als Zuschauer blicken. Schliesslich gilt es für die richtigen zu klatschen. Und wo sind all die Veteranen hin? Die Brittas und Stefans und Thomasse und Erics und Annas oder wie sie alle heissen? Geschweige denn Andreas oder Kir? Kommt slammen!

Ergänzend: Es gab im Nachhall dieses Beitrags einigen Unmut darüber bei Dieter Lindemann, der sich hier zu recht kritisiert fühlt. Ich möchte dazu sagen, dass es sich um die Sache dreht. Ich kann mit dem was und wie er es vorträgt schlicht nichts anfangen. Ich halte das für Klamauk und keinen guten Poetry Slam. Ich fühle mich davon auch überhaupt nicht unterhalten. Ganz gleich, wo und wie oft er schon gewonnen hat. Wenn das Publikum das anders empfindet als ich und ich deshalb bei einem Slam verliere, wurmt mich das. Ich richte mich definitiv nicht gegen die Person Dieter Lindemann. Ich kenne ihn nicht. Nur seinen Slam. Weitere Infos auf seiner Seite: Dieter Lindemann Poetry Slam Tour 2004-05
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