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Billig ist teuer

Billig ist teuer

Sehr geehrter Media Markt,

ich möchte gleich mit der Tür ins Haus fallen: Ich habe die Schnauze voll!

Gerade eben komme ich aus Ihrem Media Markt im Südring-Center in Paderborn zurück und bin ratlos, wie man mit so wenig Service soviel Erfolg haben kann.

Im Detail: Da ich nicht unweit des Marktes arbeite, bin ich heute Mittag dorthin gegangen, um Akkus für meine Digitalkamera zu kaufen. Das habe ich getan und musste mich dabei natürlich selbst beraten. Nun - naja: Gut. Zurück im Büro stellte ich dann fest, dass mein Ladegerät wohl zu alt ist und ich die NiMh-Akkus damit nicht laden kann. Also machte ich mich erneut auf den Weg. Mit dem Plan, die Akkus zurückzugeben und ein Ladegerät inkl. Akkus in ihrem Markt zu kaufen. Nachdem ich recht unfreundlich an der Service-Theke empfangen wurde, ging ich davon aus, dass Sie es handhaben wie viele andere - OBI z.B. - auch: Kassenbon hingelegt, entsprechende Posten ausgestrichen, Geld ausbezahlt. Fertig ... Pustekuchen!

Stattdessen wird ein Formular ausgefüllt, mit einem Umfang, dass den Eindruck erwägt, ich wäre Iraner und wolle in die USA einreisen. Der Schrieb wird mir erneut wortlos, mit einem Grummeln und einem „Lassen sie mich zufrieden!”-Blick in die Hand gedrückt. Mit der Anweisung, ich solle mir in der Abteilung mal einen Mitarbeiter suchen. (Kleiner Tipp: Falls Sie mal Langeweile haben, versuchen Sie mal im Media Markt einen Mitarbeiter zu suchen. Viel Vergnügen. Nehmen Sie was zu lesen mit.)

Also ging ich erst einmal zu den Ladegeräten und wählte sorgfältig aus. Beratungsangebote von Damen oder Herren in schwarz-roten Jacken? Das wäre ja zu schön! (Benutzen Sie Kameras, um eventuelle Ladendiebe aufzuspüren? Vielleicht sollten sie die auch nutzen, um ratlose Kunden zu beobachten.)

Als ich die einsame Entscheidung dann doch getroffen hatte, machte ich mich erneut in der Abteilung auf den Weg einen Mitarbeiter zu suchen. Wieder: Pustekuchen. Also zur Service-Theke, angrummeln lassen, 37 Telefongespräche später wieder zurück in die Abteilung geschickt und dort doch tatsächlich von einem Mitarbeiter aufgelesen. Der machte schnell ein paar Strich (Exhakt hier, hinter dem „h“ war Ihr 2000-Zeichen-Kontaktformular auf Ihrer Website zuende! Oh Mann! Sie machen es einem aber auch leicht, sich aufzuregen!) e irgendwo, schickte mich zur Kasse.

Ich hing endgültig entnervt das ausgesuchte Ladegerät, das ich eigentlich kaufen wollte, wieder an den Haken. Gibt's ja sicherlich auch woanders. Sagen Sie mir einen Grund, weshalb ich es bei Ihnen kaufen sollte?

Wegen des guten Service? Oder wegen Olli Pocher?

Überhaupt finde ich es immer wieder unerhört, dass ich mich bei Ihnen wie ein Krimineller fühlen muss. Mitgebrachte Ware muss angemeldet werden, „Eigentumsbeleg“ … Ich erinnere mich ungern an zwei Geschichten. Einmal musste ich meine gesamte Labtop-Tasche ausräumen, da ich es nicht eingesehen hatte, Technik im Wert von fast 5000 Euro irgendwo abzugeben. (Das ist mein Eigentum und was ich in der Tasche habe, geht ihre Mitarbeiter einen feuchten Kehricht an!) Konkret ging es dabei um eine Microsoft-Maus, die auch sie führen. Selbst deutliche Gebrauchsspuren mehrerer Monate an der Oberfläche konnten Ihren Mitarbeiter damals aber nicht davon abhalten, erst einmal „zu prüfen, ob eine in ihrem Bestand fehlt.“ FRECHHEIT! Beim zweiten Mal musste ich schon fast Lachen, als eine Mitarbeiterin bei Ihnen an der „Service”-Theke (Schönes Wortspiel!) mir meinen iPod abnahm, obwohl sie den zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht im Sortiment hatten. Weshalb darf ich eigentlich Milch mit in den Markt nehmen?

Akkus und Ladegerät habe ich jetzt nicht. Ein paar Batterien aus dem MiniPreis nebenan (günstiger als bei Ihnen und sehr freundliche, ältere Damen!) tun es bis morgen dann auch. Dann gehe ich bei mir zu Hause zu SATURN. Oder vielleicht noch lieber zu einem Fachhändler.

Und nie wieder in den Media Markt!

Ich wünsche mir, dass es mit der deutschen Wirtschaft endlich wieder bergauf geht und die Menschen dann wieder bereit sind, für guten und freundlichen Service Geld auszugeben. Ich bin das und verabschiede mich mit den Worten meines Großvaters:

„Billig ist teuer!“

Vielen Dank
Markus Freise


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"Du bist doch auch zu xxxxxxx" machdietürzu



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